Serie: Stèles de l'écran


Die "Stèles de l'écran" entstanden 2003-2005. Es handelt sich um fotografische Diptychen im Format 2 x 160 x 65 cm.

Es sind vom Bildschirm abfotografierte, digital bearbeitete Detailfotografien antiker Plastiken. Die Auflösung in Pixel, dieser Atomstruktur unserer digitalen Gebrauchsbildwelt wird hier verstärkt herausgehoben. Dadurch wird auf die Künstlichkeit der Objekte, Visionen, Produkte und Realitäten hingewiesen, auf virtuelle, also physisch nichtwirkliche Wirklichkeiten, sowie auf die Veränderbarkeit dieser Abbilder mit den Mitteln der Informatik. Das dem Bildschirm typische Licht dieser Fotografien erinnert uns an die Beleuchtung unserer täglichen Arbeitsrealität am Computer und also an die Beeinflussung unseres Wahrnehmens, Denkens, Fühlens, Urteilens durch diese Ästhetik.

Die Form nahe beieinander stehender Paneelen spiegelt die Dualität und der Unvollkommenheit unserer Vision. Das Zusammenkommenwollen und die störende Spaltung stehen in einer Spannung gegenüber, demgegenüber auch der Betrachter seinen Platz suchen muss.

 

 

Copyright: Tristan Rain, 2005