Serie: Cénotaph/Kenotaph
Die "Kenotaph“-Werkgruppe besteht aus sehr schmalen,
hochformatigen Bildstelen 160 x 35 cm. Diese entstanden durch ein Fotografieren
durch Gläser, Vitrinen, Fenster, Spiegel und wurden anschliessend komprimiert
und eingefärbt. Es handelt sich auch bei diesen Werken nicht um Mehrfachbelichtungen
oder Überblendungen. Tiefe Blautöne dominieren und entführen
in eine unreale Welt.
Ein Kenotaph, auch Cenotaph, (aus dem Altgriechischen: kenos = leer; taphos
= Grab) ist ein Ehrenmal für einen oder mehrere Tote. Es wird zur Erinnerung
an Verstorbene errichtet, ohne deren sterbliche Überreste zu beinhalten.
Die ersten Kenotaphe waren einfache Grabmäler zum Andenken an solche, deren
Gebeine nicht aufgefunden werden konnten; der römische Glauben gebot, die
Manen durch diese Fiktion zu besänftigen. Bei der Weihe eines solchen Mals
wurde der Verstorbene dreimal mit Namen gerufen und eingeladen, in dem leeren
Grab seine Wohnung zu nehmen. Dasselbe geschah auch, wenn ein geehrter Toter
fern von der Heimat begraben lag. In einem solchen Fall errichteten ihm die
Angehörigen oder Mitbürger der Vaterstadt ein bisweilen sehr prachtvolles
Ehrenmal. Kenotaph nannte man auch die Grabstätte, welche man für
sich und die Seinigen bei Lebzeiten erbauen und einrichten ließ. Quelle :
www.netlexikon-definition.de
Copyright: Tristan Rain, 2005