2014-2017

Anywhere Else (2017-2018)

You May Not (2017)

2017

Trouvailles (2017)

Die Werke "Trouvailles" entstanden zwischen Oktober und Dezember 2017. Dies sind Reflexionen zu Konzepten archäologischer Ausgrabungen. Die Werke wirken wie drei Stufen oder drei verschiedene Ansichten eines Grabungskonzeptes. Bei genauerer Betrachtung macht man Schichten und Strukturen aus.

Unfold (2017)

Das Diptychon "Unfold" entstand im Frühjahr und Frühsommer 2017 in Paris. Es zeigt eine abstrakte Konstruktion - es könnte auch eine aufgefaltete Pappkiste sein. Spannungen entstehen aus kleinen Details die unser logischen Verständnis von Raum und Perspektive in die Irre führen. Der Blick verändert sich.

Contain (2016-2017)

Distorsion (2016)

Die beiden Gemälde mittleren Formates entstanden 2016 in Paris und zeigen eine vertikal orientierte Komposition, die aber bei genauerer Betrachtung eine dynamische Ausrichtung in die Diagonale aufweist. Verdrehte Winkel biegen sich in die gleiche Richtung. Daraus entsteht eine Spannung, die zu einer zunehmenden Verformung neigt. Dies könnten Modelle aus der Physik sein oder bloß Blechschäden eines Autounfalles.

Old and new Houses (2016)

„Old and new houses“ ist ein einzelnes Gemälde mittleren Formates. Die Werke bestehen aus Ölfarbe, industrielle Metallfarben und Quartzsand. Der aufmerksame Betrachter bemerkt zwei Kompositionen mit jeweils anderer Ausrichtung, zwei Kompositionen, die sich überlagern und sich an gewissen Stellen verbinden. Das Bildkonzept entstammt der Archäologie. Die Kompositionen sind Hausgrundrisse. Beim Ausgraben von historischen Stätten findet der Forscher manchmal solche Überlagerungen von Hausgrundrissen aus verschiedenen Epochen. Zwischen zwei Besiedlungsphasen hat sich die Ausrichtung und die Organisation einer Stadt verändert, allerdings kommt es vor, dass gewisse markante Stellen und Kreuzungspunkte durch mehrere Besiedlungsphasen bestehen blieben. Eine Stadt entwickelt und verändert sich immerzu und wird Stück für Stück - seltener großflächig, außer nach größeren Katastrophen - den sich verändernden Bedürfnissen angepasst.
Die Bildkomposition von « Old and New Houses » enthält auch einen Perspektivenwechsel : die beiden Grundrisse sind in einer modernen Fassadenform eingebettet. Das Raumverständnis mutiert von einem horizontalen zu einem vertikalen.

Mercator II Explorers (2015-2016)

Die Weiterentwicklung der Gemälde « Mercator » brachte eine zunehmende Bedeutung der Reiserouten von Forschungsreisenden der Arktis. Fragmente deren Reiserouten wurden ausgewählt und dominieren die Kompositionen dieser Werke. Auch Spiegelungen dieser Wegfragmente treten auf. Historische Schiffsrouten von Nansen, Long, Peary, Hill, Franklin, aber auch von Cook, Bering, u.a. dienten als Vorlage.

Mercator I (2014-2015)

Die Serie "Mercator" stammt aus dem 2014-2015 und wurde in Paris ausgeführt.
Es sind zweifarbige, konzeptionelle Gemälde. Ihr relativ geringer Kontrast erfordert einen sorgfältigen und verlängerten Blick. Diese Bilder verändern sich je nach Beleuchtung und darunterliegende Schichten werden sichtbar. Die Komposition wird durch eine fragile metallfarbene Konstruktion dominiert; diese steht schief und hält ein labiles Gleichgewicht.
Diese Arbeiten wurden von Kartografie, Messsystemen und Konzepten von Raumwahrnehmung beeinflusst.

Convergence (2014)

„Convergence“ sind quadratische Kleinformate. Eine kantige Form scheint einer Biegung ausgeliefert. Die Orientierung der Linien wird dynamisch, sie scheint sich zu verlagern. Als Ausgangspunkt für diese Kompositionen diente eine Kinderzeichnungen des damals 2-jährigen Sohn des Künstlers.



2009-2014

Wide Angles (2009-2010)

Die Werkgruppe "Wide Angles" entstand 2010. Es sind Kleinformate, meist zweiteilig, auf Leinwand oder auf Holz. Die Werke bestehen aus sehr wenigen Farben: Blau, Silber und Weiss. Die Arbeit fokussiert auf Strukturen und Lichtbrechnung. Verwendet wurden (neben Oelfarbe mit strukturierter Oberfläche) Farben aus der Industrie, aus dem täglichen Leben in der Stadt: Metallfarbe neben Strassenmarkierungsfarbe, Quarzsand und lichtrreflektierende Zusätze. Die Bilder bestehen aus einfachen Formen in ausgewogenen, leicht labilen Konstruktionen, sowie metallene Fächer in einem monochromen Feld. Der Reichtum liegt im Fastnichtwahrnehmbaren, nur ein aufmerksamer Betrachter wird davon profitieren können.

Transmission (2009)

Die grossformatigen Tafeln "Transmission" entstanden 2009. Es handelt sich um eine konzeptuelle Arbeit mit einer reduzierten Palette und Formensprache. Die graue Farbmasse bedeckt den grössten Teil der Bildfläche, ist strukturiert und nahezu monochrom. Eine metallfarbene Konstruktion ist darin eingebettet, fein ausbalanciert, aber fragil und unsicher. Es findet ein Austausch zwischen mehreren Energiefeldern statt.

Strange Behaviour (2009)

Die Werkgruppe "Strange behavior" entstand zwischen März und September 2009. Es handelt sich um Cryptochromien, d.h. Gemälden, die Farben enthalten, die bei der ersten Betrachtung nicht sichtbar sind, versteckt bleiben, kaum wahrnehmbar sind. Die Gemälde werden von einer grauen, grossflächig aufgetragenen Farbmasse mit strukturierter Oberfläche beherrscht. Darin findet man eine kantige metallfarbene Konstruktion eingefügt. Man hat bei diesen Bildern das Gefühl, dass das eigentliche Bild hinter einem Vorhang oder einer Übermalung versteckt wurde. Doch werden je nach Lichteinstrahlung Farben und Figuren und allerhand nicht-abstrakte Anleihen sichtbar. Die Farbe und die Formen entschleiern sich erst bei längerer Betrachtung. Die Bildformate dieser konzeptuellen Werkgruppe sind ungewöhnlich divers und reichen von grösseren mehrteiligen Werken bis hin zu sehr kleinen Formaten.


2007-2008

Permafrost (2007-2008)

Das Gemälde "Permafrost" entstand 2007 in Paris. Es handelt sich um ein zweiteiliges Werk sehr unterschiedlicher Formate und mit einem Zwischenraum zwischen den Elementen.


2001-2006

Winner's Curse

Das Gemälde "Winner's Curse" untersucht unsere Art zu Sehen. Eine Komposition, die ausgewogen erscheint, zeigt eine helle Bildzone zwischen zwei dicken schwarzen Streifen von ungleicher Oberflächenqualität. Diese dunklen Bildzonen scheinen die zentrale Zone zu bedrohen, zunehmend zu zerdrücken, zu absorbieren und zu verdecken. Der Reichtum des Farbmaterials wird nach und nach sichbra, je nach Beleuchtung ... Kunstlicht, Licht der verschiedenen Tageszeiten. Wie immer bei Tristan Rain scheint sich das Gemälde unbneschränkt zu entwickeln und wird zu einer langfristigen visuellen Erfahrung.
Das Gemälde stammt von 2010, scheint aber eine abschliessende Antwort aud die Gruppe "Caligari Stairs"  von 2006 zu sein.

Caligari Stairs (2005-2006)

Die Werkgruppe «Dead End (Caligari Stairs)» entstand in Paris zwischen Frühjahr und Mai 2006. Nachdem in der Gruppe " Wahrscheinlichkeiten " der Raum fast vollständig aufgelöst wurde, taucht er hier erneut wieder auf. Perspektivische Treppenstufen deuten eine Raumtiefe an und stehen gegen die Flächigkeit der Bildkonstrultionen dieser Tafeln. Unten und oben werden in Frage gestellt, das Gewicht der Bildkonstruktionen scheint unverständlich und widerspricht sich selbst. Farbfluss steht in Konkurrenz mit kantigen unter einander verknoteter Flächen. Hier und dort scheint der Mensch beinahe diese Konstruktionen zu durchbrechen.

About Beauty (Berlin, 2005)

Die Werkgruppe "About Beauty" setzt sich aus Einzeltafeln in ziemlich klassischen Bildformaten zusammen : 146x89cm und 130x81cm Diese Werke entstanden in Paris zwischen Herbst 2004 und Frühjahr 2006. Es handelt sich um eine pure Malerei auf der Kippe zur Abstraktion. Verknotungen und Verdeckungen kennzeichnen diese Werke. Es dringen kantige Konstruktionen in breite feldgrüne Farbfelder ein. Glatte, flächige, grauschwarze Flächen und Balken durchbrechen und verdecken diese Gebilde. Sie eliminieren die Lesbarkeit der durchgehenden Kennzeichen der menschlichen Figur. Die Farbfelder füllen etwa die Hälfte des Gemäldes aus, sie scheinen monochrom und industriell aufgetragen. Es erscheinen bei näherem Betrachten und je nach Lichtqualität feine Strukturen, Anreicherungen, Untermalungen, Kratzer, Schürfungen.

Berliner Fenster (Berlin, 2003-2004)

Die Werkgruppe "Berliner Fenster" entstand 2003 und 2004 in Berlin. Ursprünglich war ein Projekt von stereoskopischen Fotografien geplant, wofür im Jahre 2003 Studien auf den geschichtsträchtigen und stadtgeschichtlich ausserordentlich komplexen Berliner Plätze Alexanderplatz, Mehringplatz (ehem. Belle Alliance-Platz), Pariserplatz und Potsdamerplatz entstanden. Die Studien und Vorarbeiten führten schliesslich zu einer Serie von zweiflügeligen Gemälden jeweils sehr unterschiedlichen Charakters, wie die Plätze selbst, und welche die Dialektik dieser bedeutenden urbanistischen, verkehrstechnischen, gesellschaftlichen und historischen Knotenpunkte zum Thema haben.

Probabilités (2001-2004)

Der Gemäldezyklus "Wahrscheinlichkeiten" ging aus einem Prototyp des Jahres 2001 hervor. Sämtliche nachfolgenden Tafeln sind im Format 146x89cm gehalten und sind im Jahre 2002-2004 entstanden. Fragen zu Ästhetik und Wahrnehmung stehen bei diesen Arbeiten im Vordergrund.


1996-2002

Rapports humains (1996-2000)

Der fast 40-teilige Zyklus "Rapports humains" entstand von 1996 bis 2000 in den Ateliers Bastille über den Dächern des Marais-Quartiers, sowie in Asnières, einem wichtigen Standort van Goghs. Thematisch kreist diese Serie um die Beziehung der zeitgenössischen menschlichen Figur zum entfremdeten Gegenüber in der Stadt. Sie erforscht die Vielschichtigkeit und die Tiefe der existenziellen Einsamkeit und der Verzweiflung zwischen Anziehung und Lähmung. Es sind Bilder grosser Präsenz. Zahlreiche Materialien des täglichen Lebens, wie Glas, Zeitungspapier, WC-Papier, Sand, Metallstaub, Menschenhaar wurden in die Farbmaterie verarbeitet.

Double-Portraits (1996-1998)

Bei den "Double-Portraits" handelt es sich um die erste grössere Werkgruppe in Form eines zusammenhängenden Zyklus. Dieser besteht aus über 30 Tafeln und entstand in den Jahren 1995 bis 1997 fast vollständig im Atelier Bastille im Pariser Marais. Hauptanliegen war die Suche nach einer Darstellung der Dualität des Menschen. Es geht um die Konfrontation von entgegengesetzten und unvereinbaren, jedoch in der selben Person vorhandenen Persönlichkeiten, die im Kontext sozialer Zwanghaftigkeit entsteht. Diese äussern sich meist in einer partiellen Selbstentfremdung oder Schizophrenie. Formal wird die Dualität in der äusseren Konfrontation zwischen den strengen Architekturelementen einer urbanisierten Umwelt mit einem darin eingeengten menschlichen Körper umgesetzt.



1993-1995 (Jugendwerke)

Portraits latents (1995)

Diese kleinformatigen Gemâlde scheinen monochrom schwarz. Erst Veränderungen der Beleuchtung lassen latente Portraits von Personen sichtbar werden.

Nachtlandschaften (1993)

Polyptychen verschiedener Formate. Diese Werke sind verloren gegangen.



Einzelwerke (1993-2016)

Einzelwerke ausserhalb Werkgruppen

"Bunte" Werke wie "Alpine Landscape" sind in Tristan Rains Werk selten. Dieses Gemälde beeindruckt durch seine chromatische Harmonie und seinen Reichtum an Formen in einer Komposition, die geschickt dosiert ist. Das Spiel zwischen Ebenheit und Tiefe, strukturierten Oberflächen und transparenten Schleiern gibt einen Hauch von Frische. Es ist ein Bild, das das Vergnügen einer fortschreitenden Entdeckung bietet, wie ein Wanderer, so kann der Betrachter auf Entdeckungsreise gehen. Die Arbeit von Kontrasten und Winkelformen, materiellen Reichtum und metallischen Farben zeigt sich je nach dem Licht des Raumes, ... künstliche Beleuchtung, Lichter der verschiedenen Momente des Tages. Das Thema der alpinen Landschaft taucht von Zeit zu Zeit im Werk von Tristan Rain auf und zeugt von dem Geschmack für die Schweizer Alpen dieses Schweizer Künstlers.